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Was kosten Fonds

Beim Kauf eines Fonds zahlen Anleger einen Ausgabeaufschlag. Der beträgt bei Rentenfonds rund drei Prozent, bei Aktienfonds bis zu sechs Prozent der Anlagesumme. Den Aufschlag erhält in der Regel der Fondsvermittler. Wie viel Aufschlag der Anleger letztlich zahlt, hängt von seinem Verhandlungsgeschick ab und wo er den Fonds kauft. Online-Banken bieten reduzierte Sätze. Eine ganze Reihe von Online-Vermittlern bietetn zudem den Fondskauf mit sehr hohen Rabatten oder ganz ohne Aufschlag an.

Nachteil vor allem für Einsteiger: ohne Aufschlag keine Beratung.

Der Ausgabeaufschlag ist die einzige Gebühr, die der Anleger on top auf seinen Einsatz zahlt. Alle anderen Kosten, wie beispielsweise Verwaltungs- und Informationstätigkeiten, sind indirekt und werden von der Wertentwicklung des Fonds abgezogen. Daher sind sie bereits im Rücknahmepreis enthalten. Der Rücknahmepreis oder Nettoinventarwert ist jener Preis, den der Anleger beim Verkauf seiner Fondsanteile erzielt.

Trotzdem schadet ein Blick auf die Kosten nicht, denn sie belasten schließlich die Gewinne. Alle Fonds weisen eine jährliche Managementgebühr aus. Sie beträgt in der Regel bis zu zwei Prozent, Aktienfonds sind teurer als Rentenfonds. Zurzeit kommt immer mehr eine zusätzliche erfolgsabhängige Gebühr in Mode. Diese Performance Fee erhalten die Gesellschaften, wenn die Fonds eine bestimmte Leistung erzielen.

Oft erhält der Fondsmanager, wenn er besser abschneidet als sein Vergleichsindex, 10 bis 20 Prozent dieses Mehrertrags – bei einigen Anbietern auch, wenn Index und Fonds im Minus sind. Zu diesen in der Regel einsehbaren Gebühren kommen weitere hinzu wie zum Beispiel Verwaltungsgebühren für die Fondsgeschäftsführung oder Wirtschaftsprüfer. Einige Gesellschaften weisen daher die Gesamtkostenquote, die Total Expense Ratio (TER) aus, die fast alle Gebühren zusammenfasst.

Im Schnitt liegt diese Quote inklusive Performance Fee bei deutschen Aktienfonds laut der Analysegesellschaft Lipper Fitzrovia bei zwei und bei Rentenfonds bei 1,1 Prozent.

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