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Wo kann man Fonds kaufen

Fonds gibt es in Banken, Sparkassen, bei Online-Brokern, bei Finanzberatern oder bei der Fondsgesellschaft selbst. Anleger sollten bei der Beratung darauf achten, dass diese unabhängig ist. Trotz vieler Anläufe und Initiativen verkaufen auch heute noch viele Banken nur die Produkte der eigenen Fondstochter – und das müssen nicht immer die besten sein.

Ein Nachteil: Beim klassischen Fondskauf über einen Vermittler wie Banken, Online-Broker oder Finanzberater weiß der Anleger nie, zu welchem Preis er kauft.

Die Fondsgesellschaft stellt den Preis nur einmal pro Tag fest, und es gilt immer frühestens der als Nächstes festgestellte Preis. Wer dieses Dilemma umgehen will, kann seit 2002 Fonds über die Börse kaufen. Die Börse Hamburg startete damals den Handel mit aktiv gemanagten Fonds. Mittlerweile sind weitere Börsen eingestiegen. Die Makler stellen kontinuierlich während der Börsenöffnungszeiten Preise für die Fonds. Dabei orientieren sie sich an Indizes, die den Fondsinvestments nahe kommen. Anleger können beim Fondskauf einfach angeben oder ihren Bankberater beauftragen, dass sie über die Börse kaufen wollen.

Der Börsenweg lohnt sich vor allem bei größeren Investments, für kleine Summen unter 1.000 Euro oder gar Sparpläne ist er meist zu teuer. Anstatt des Ausgabeaufschlags zahlen Anleger den Spread, das ist auch die bei Aktienkäufen übliche Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Diese Spanne ist variabel. Bei stark gehandelten Fonds ist sie eher gering, bei Nischenfonds fällt ein Maximalspread von 1,5 Prozent an. Hinzu kommen Transaktionsgebühren, das sind die gleichen Gebühren, die bei Aktienkäufen anfallen. Filialbanken kassieren hier viel mehr als Online-Banken. Transaktionskosten fallen bei Kauf- und Verkauf an.

Wer über die Börse kauft, kann allerdings auch gebührenfrei über die Fondsgesellschaft wieder verkaufen – dann aber wieder zu einem unbekannten Preis.

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