Rentenfonds.
Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere, die so genannten Rentenpapiere. Die Chancen und Risiken eines Rentenfonds hängen von der Anlageregion, dem Anlagehorizont und der Sicherheit der Emittenten ab. Besonders in Zeiten sinkender Zinsen können Rentenfonds mit einer positiven Rendite punkten. Denn in Zeiten niedriger Zinsen steigt der Wert der gehaltenen Wertpapiere stark an. Umgekehrt ist es in Zeiten steigender Zinsen: In solchen Phasen ist es schwer, mit Rentenfonds eine positive Rendite zu erzielen.
Bei der Suche nach geeigneten Rentenfonds sollten Anleger sehr genau auf die Kosten schauen. In der Regel beträgt die Verwaltungsgebühr bei Rentenfonds pro Jahr zwischen 0,6 und 1,0 Prozent. Hohe Gebühren fallen bei den mageren Renditen besonders ins Gewicht. Außerdem sollten Anleger bedenken, dass beim Kauf über die Hausbank Ausgabeaufschläge von bis zu 3 Prozent anfallen. Eine Alternative sind börsennotierte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) auf Renten, von denen es eine Auswahl an verschiedenen Produkten gibt. Der Nachteil: ETFs bilden nur die normalen Indizes der Rentenmärkte ab, einen Mehrwert durch geschicktes Management gibt es nicht. Eine weitere Alternative ist der Kauf von weltweit anlegenden Rentenfonds, die sogar in Zeiten steigender Zinsen attraktive Renditen erzielen können. Ihre Manager mischen meist Bonds bei, die in fremden Währungen aufgelegt wurden. Diese sichern und verbessern zwar die Performance, allerdings müssen Anleger dafür höhere Kreditrisiken als bei Euro-Staatsanleihen in Kauf nehmen.
Für Spitzenverdiener könnten ab 2009 festverzinsliche Anlagen an Attraktivität gewinnen. Anstatt des persönlichen Steuersatzes von bis zu 45 Prozent werden ab 2009 nur 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer fällig.