Geldanlage. Informationen zum Thema Geldanlage.
Sparen gehört zum Dasein wie das tägliche Brot. Ende 2007 hatten die privaten Haushalte in Deutschland Geldvermögen in Höhe von 4,56 Billionen Euro aufgebaut. Das sind 150 Milliarden Euro mehr als Anfang des vergangenen Jahres. Der Geldvermögensbestand der privaten Haushalte betrug damit Ende 2007 fast das Dreifache des verfügbaren Einkommens (Quelle: Deutsche Bundesbank). Der größte Teil davon schlummert auf sehr niedrigem Zinsniveau vor sich hin - häufig im traditionellen Sparbuch. Denn das Verhalten der meisten Mitmenschen in Geldangelegenheiten ist geprägt von Sicherheitsdenken, Vorsicht bis zur Angst. Auf was kommt es bei der Geldanlage also an? Und welche Fehler können in jedem Fall vermieden werden?
Unter Geldanlage versteht man die Investition von Geldbeträgen unter Umwandlung in Kapital. Ziel ist es, im Idealfall einen Wertzuwachs oder einen Ertrag zu erwirtschaften, mindestens aber den realen Wert zu erhalten. Durch Sparen werden die notwendigen Gelder für eine Geldanlage bereitgestellt. Zum Ge- oder Verbrauch erworbene Güter werden nicht als Geldanlage gezählt. Durch die Geldanlage verzichtet der Kapitalgeber auf die unmittelbare Nutzung (z. B. Konsum) seines Kapitals. Die Geldanlage schließt auch die Kapitalanlage mit ein.
Es gibt diverse Möglichkeiten, sein Geld anzulegen. Zu den meist verbreiteten Formen der Geldanlage zählen unter anderem Tagesgeld, Spareinlagen wie Sparbuch, Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Fonds, Immobilien, Lebensversicherungen und vieles mehr.
Eine Geldanlage kann die folgenden Ziele verfolgen:
1. Hohe Sicherheit
Die Geldanlage sollte möglichst sicher sein, das heißt, die Wertschwankungen und die Wahrscheinlichkeit des Verlustes des eingesetzten Kapitals sollten minimiert werden.
2. Hohe Rendite
Die Geldanlage sollte einen möglichst hohen Ertrag innerhalb einer bestimmten Periode abwerfen.
3. Hohe Liquidität
Die Geldanlage sollte möglichst schnell wieder zu Geld gemacht (das heißt im Allgemeinen verkauft) werden können.
4. Verantwortung
Die Geldanlage sollte ethischen Aspekten entsprechen, z. B. ökologische oder soziale Ziele verfolgen oder zumindest keine vom Anleger abgelehnten Aktivitäten finanzieren (z. B. Kinderarbeit, Rüstung).
Erfahrungsgemäß können nicht alle Ziele vollständig erfüllt werden. Zusätzlich rückt bei vielen Anlegern auch die steuerliche Situation zunehmend in den Fokus, das heißt der Einfluss der Steuer auf die gewählte Anlageform. Bei privaten Anlegern ist dementsprechend die Rendite nach Steuern ausschlaggebend, da Kapitaleinkünfte einkommensteuerpflichtig sind. Aktien unterliegen zum Beispiel dem Halbeinkünfteverfahren, während Fonds bei unterjährigen Verkäufen zu 100 Prozent steuerpflichtig sind.