Schiffsfonds.

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Schiffsfonds

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Volle Kraft voraus: Die Erfolgsgeschichte der Schiffsfonds

Der Schiffsmarkt profitiert stark von der Globalisierung und zeichnet sich schon seit Jahren durch hohe Dynamik aus. Der gestiegene Güterverkehr bekräftigt diese Entwicklung und lässt den Schifffahrtsmarkt boomen. Rund 95 Prozent aller Waren und Güter werden heute auf dem Seeweg transportiert. So verwundert es nicht, dass der Bedarf an Schiffen steigt und ein Ende nicht in Sicht ist. Die aktuellen Entwicklungen machen den Schiffsmarkt auch für Anleger interessant: Schiffe gehören zu den beliebtesten Investitionsobjekten – sowohl am Erst- als auch am Zweitmarkt für geschlossene Fonds.

Was sind Schiffsfonds?

Schiffsbeteiligungen sind unternehmerisch geprägte, renditeorientierte Kapitalanlagen. Sie sind konzipiert als geschlossene Fonds. In der Regel sind Schiffsfonds kein Blind Pool: Sowohl das Investitionsvolumen als auch das Anlageobjekt sind klar festgelegt. Anleger investieren somit nicht in ein anonymes Konstrukt, sondern sind Miteigentümer eines konkreten Investitionsgegenstands und Teilhaber einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Laufzeit einer Schiffsbeteiligung beträgt zwischen 15 und 20 Jahren. Für die Schiffsgesellschaft hat sich die Rechtsform der GmbH & Co. KG am Markt etabliert. Der Anleger beteiligt sich über eine Treuhandgesellschaft als Kommanditist an der Fondsgesellschaft und haftet so nur mit seiner Einlage.

Gibt es noch Steuervorteile?

Früher war ein zentrales Argument für den Kauf eines Fonds die Verlustzuweisung. Anleger bekamen im ersten Jahr einen steuerlichen Verlust zugewiesen, der oft höher als die Einlage war, und konnten diesen in ihrer Steuererklärung von anderen Einkünften abziehen. So bekamen Anleger mit Spitzensteuersatz gleich einen Teil oder ihre ganze Einlage vom Fiskus zurück. Seit Einführung des §15b Einkommensteuergesetz Ende 2005 sind solche Verlustabzüge nicht mehr möglich. Initiatoren versuchen jetzt, die laufenden Erträge weitgehend steuerfrei zu halten. Bei Schiffsfonds gelingt dieses durch die so genannte Tonnagesteuer recht einfach.

Bei der Tonnagebesteuerung hängt die Steuerhöhe nicht von den Erträgen, sondern von der Schiffsgröße ab. Genauer von der Nettoraumzahl, der so genannten Tonnage. Dabei werden die Schiffe in verschiedene Klassen eingeteilt, für die jeweils ein anderer Steuerbetrag zu entrichten ist. Im Durchschnitt aller Schiffsbeteiligungen liegt bei Anwendung der Tonnagesteuer der Steuersatz zwischen 0,1 und 0,4 Prozent pro Jahr bezogen auf das vom Anleger eingebrachte Kapital. Möglich wurde die Tonnagesteuer durch das deutsche Steuergesetz, das seit 1999 Fondinitiatoren mit Sitz in Deutschland die Möglichkeit einer pauschalen Gewinnermittlung einräumt.

Da die Besteuerung bei geschlossenen Fonds kompliziert ist, weil es sich um eine unternehmerische Beteiligung handelt, sollte – zumindest bei höheren Anlagesummen – immer ein Steuerberater hinzugezogen werden.

Wie viel Rendite gibt es?

Was ein geschlossener Schiffsfonds abwirft, ist bei Zeichnung des Fonds noch nicht bekannt. Im Verkaufsprospekt rechnet der Initiator eine mögliche Ertragsentwicklung vor. Die Gesamtrendite ergibt sich aus den laufenden Erträgen, etwa Charterraten bei Schiffsfonds, und dem Verkauf des Investitionsobjekts am Ende. Gehebelt wird die Rendite bei den meisten Fonds durch Einsatz von Krediten. Denn zu rund 70 Prozent wird das Investitionsobjekt in der Regel fremdfinanziert. Üblich bei geschlossenen Fonds ist die Renditeangabe nach dem internen Zinsfuß (IRR). Diese Berechnung berücksichtigt die Zahlungsströme – wann Anleger Geld einzahlen und wann sie welches zurückbekommen – und gibt so die Rendite auf das jeweils gebundene Kapital an. Mit Renditen anderer Kapitalanlagen ist die IRR-Rendite daher nicht vergleichbar. Auch die Prognosen der jährlichen Ausschüttungen – bei Schiffsfonds sind es anfangs meist 5 bis 7 Prozent – dürfen nicht als Verzinsung betrachtet werden, denn oft gibt es am Ende nicht 100 Prozent der Einlage zurück. Am aussagekräftigsten für den Anleger ist der Gesamtrückfluss nach einer bestimmten Laufzeit – aber auch das ist nur eine Prognose.

Der Erfolg einer Schiffsbeteiligung hängt maßgeblich von der Auswahl eines erfahrenen und seriösen Emissionshauses ab, denn das Emissionshaus erstellt das Gesamtkonzept, das für den Erfolg des Beteiligungsangebots wesentlich ist. Eine betriebswirtschaftlich gut konzipierte Schiffsbeteiligung bietet gute Renditepotenziale, die andere Beteiligungsarten kaum erreichen. Dennoch sollten Anleger sich bei der Entscheidung für einen Schiffsfonds immer vor Augen halten, dass es sich um eine unternehmerische Investition mit allen damit verbundenen Chancen und Risiken handelt.

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